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Wir brauchen den Mut, neu zu denken

: Sandvik Coromant


Sandvik Coromant treibt mit der CoroPlus®-Plattform die Digitalisierung der Zerspanung konsequent voran. Das erfordert innovative Ideen, intelligente Konzepte und ein neues Denken. Nadine Crauwels, Präsidentin des Zerspanungsspezialisten, wirft einen Blick in die Zukunft.

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Die Fertigungsindustrie verändert sich massiv. Zentraler Treiber der Veränderungen ist die digitale Transformation. Um sie erfolgreich zu gestalten, brauchen wir nicht nur neue Technologien und innovative Produkte. Wir müssen auch unsere Denk- und Arbeitsweisen grundlegend verändern. Nadine Crauwels, Präsidentin Sandvik Coromant

Die Fertigungsindustrie verändert sich massiv. Zentraler Treiber der Veränderungen...

„Together we shape the future of manufacturing“ – unter dieser Leitidee stand der Auftritt von Sandvik Coromant auf der EMO 2017. Welchen Anspruch verbinden Sie damit?

Die Fertigungsindustrie verändert sich massiv, aber sie wird auch in Zukunft eine bedeutende Rolle für den weltweiten Wohlstand spielen. Zentraler Treiber der Veränderungen ist die digitale Transformation. Um sie erfolgreich zu gestalten, brauchen wir nicht nur neue Technologien und innovative Produkte. Wir müssen auch unsere Denk- und Arbeitsweisen grundlegend verändern: Nicht durch Silodenken, sondern durch Kollaboration und Vernetzung mit unseren Kunden, Partnern und Zulieferern machen wir intelligente Fertigung, neue Bearbeitungsmethoden und innovative Lösungen zu einem echten Geschäftsvorteil und bieten unseren Kunden Mehrwert für die Zukunft. Diesen Anspruch bringt unser Motto „Together we shape the future of Manufacturing” auf den Punkt.

Stichwort Digitalisierung: Welche Lösungen hat Sandvik Coromant im Fokus?

Digitalisierung und Industrie 4.0 betreffen die gesamte Werkschöpfungskette: von F&E über die Fertigung bis hin zu Marketing, Vertrieb und Service. Mit neuen Ideen und intelligenten Konzepten wollen wir das Potenzial dieser Entwicklung ausnutzen. So setzen wir – und zahlreiche unserer Kunden – in der Fertigung zunehmend auf digitale Modellierung und Simulation: bei der Entwicklung von komplexen Produkten und Produktionssystemen ebenso wie bei Werkzeugprüfung und Fertigungsplanung. Unseren Kunden bieten wir
mit Bearbeitungsmethoden wie PrimeTurning™, InvoMilling™ und SpiroGrooving™ effiziente, nachhaltige Lösungen für ihren Erfolg.

Welches sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen und Chancen für Sandvik Coromant?

Unsere größte Herausforderung liegt darin, unsere Marktführerschaft zu sichern und auszubauen. Dafür müssen wir unser Angebot erweitern und neue Geschäftsmodelle berücksichtigen. Im Fokus stehen dabei natürlich unsere Kunden, ihre Bedürfnisse müssen wir antizipieren und mit innovativen Lösungen erfüllen – das ist unsere Chance.

Dafür sind wir sehr gut aufgestellt: Seit 75 Jahren entwickeln wir führende Lösungen für die Fertigungsindustrie. Jedes Jahr präsentieren wir 2.500 neue Produkte – Innovation liegt sozusagen in unserer DNA. Diese Innovationsfähigkeit, unser Know-how und vor allem unsere kompetenten und engagierten Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital.

Welche Kompetenzen sind erforderlich, um die Chancen der Digitalisierung erfolgreich zu nutzen?

Um unseren Kunden weiterhin marktführende Produkte bieten zu können, benötigen wir auch in Zukunft qualifizierte Ingenieure und IT-Professionals mit herausragenden technischen Skills. Daneben sind aber auch neue Kompetenzen in Produktdesign und Analytics gefragt. Vor allem aber brauchen wir Offenheit – für neue Entwicklungen ebenso wie für die Kollaboration mit Kunden und Partnern. Was ganz wichtig ist: Wir brauchen den Mut und die Fähigkeit neu zu denken – kreativ, vorausschauend und mit der Bereitschaft, Erreichtes ständig zu hinterfragen und zu optimieren. Damit sichern wir unsere starke Position für die Zukunft.

Dafür werden viele kreative Köpfe benötigt. Wie will Sandvik Coromant künftig kompetente Mitarbeiter und insbesondere Mitarbeiterinnen gewinnen?

Junge Talente, gleich welchen Geschlechts, erwarten ein vielfältiges Arbeitsumfeld: mit interessanten Aufgaben, guten Chancen sowie Kolleginnen und Kollegen aus allen Altersstufen, verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichem Background. Vor allem wollen sie ihr Potenzial entfalten, Zukunft gestalten und Dinge bewegen. Das müssen wir ihnen bieten, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Und natürlich müssen wir die Attraktivität unserer Arbeitsplätze auch stärker kommunizieren.



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