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Werkzeugköpfe für mobile Bearbeitungseinheiten

: Romai


Außergewöhnliche Bearbeitungsaufgaben erfordern außergewöhnliches Equipment. So z. B. auch bei der Neuinstallation oder der Revision von Turbinengehäusen in Kraftwerken. Miba baut für solche Aufgaben mobile Bearbeitungsmaschinen und setzt darin nach Bedarf Spezialausführungen axial, achsversetzter Werkzeugköpfe von Romai ein.

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Axial, achsversetzter Werkzeugkopf von Romai in einer mobilen CBC-Bearbeitungseinheit für die Turbinenrevision in Kraftwerken.

Axial, achsversetzter Werkzeugkopf von Romai in einer mobilen CBC-Bearbeitungseinheit...

Die mechanische Bearbeitung richtig großer Bauteile mit mehreren Metern Durchmesser verlangt spezifisch konzipierte Anlagen. Vor allem dann, wenn solche Bauteile zu groß und zu schwer sind, um sie in eine Werkstatt zu transportieren und erst recht, wenn sie wie beispielsweise Turbinengehäuse von Kraftwerken, vor Ort errichtet werden oder später für Revisionen nicht demontierbar sind.

Für solche Fälle entwickelt und baut die Miba Automation Systems kundenspezifische, mobile CNC-Bearbeitungseinheiten, die modular zerlegt und in Standardcontainern verstaut, an praktisch jedem Ort der Welt aufgebaut und eingesetzt werden können.

Für die Bearbeitung außerhalb des Maschinengrundrahmens

Die zurzeit weltgrößte mobile CNC-Bearbeitungsmaschine von Miba ist die MMC Baureihe (Mobile Machining Center) mit einem maximalen Bearbeitungsdurchmesser bis 13 m. Sie ist eine Dreiachsen-Fräsmaschine, die im Wesentlichen aus einem zentralen Maschinengestell, dem sogenannten Rotation-Tower, mit dem darin integrierten X-Achsenmodul und oben drauf einer begehbaren Bedienebene mit Steuerungseinheit, besteht. Auch diese Maschine ist mit einem adaptierbaren, speziell konstruierten Werkzeugkopf von Romai ausgestattet.

„Solche Werkzeugköpfe, bei denen es sich um axial, achsversetzte Ausführungen handelt, setzen wir hautsächlich ein, um damit Bearbeitungsbereiche außerhalb des Maschinengrundrahmens erreichen zu können“, erklärt Bernhard Egger, der bei Miba in Pinsdorf (OÖ) zuständige Konstrukteur. Darüber hinaus bieten die
angetriebenen Werkzeuge von Romai, aufgrund ihrer abtriebsseitig schlankeren Kopfform auch die Möglichkeit, Bohrungen zu bearbeiten die z. B. nahe an einer Gehäusewand liegen und mit dem vergleichsweise mächtigen Durchmesser der Hauptspindel ebenfalls nicht erreichbar wären. „Für einen speziellen Fall hat uns Romai einen Werkzeugkopf mit zwei Abtrieben geliefert, mit dem auch Bohrungen von unten bearbeitet werden können“, ergänzt Egger.

Werkzeugköpfe in applikationsabhängigen Drehzahl- und Drehmomentausführungen

Die hohen Anforderungen an die angetriebenen Werkzeugköpfe, die in allen bei Miba bisher aufgetretenen Fällen die Spindeldrehzahl 1:1 übertragen, resultieren aus den vergleichsweise mächtigen Werkzeugen, die in solchen Applikationen eingesetzt werden. Dieses Spektrum reicht wie bei der MMC von Planfräsern mit Durchmessern von bis zu 300 mm über Kegelreibahlen Ø40 bis zum Gewindebohrer für Gewindegrößen M45. Das bedeutet: es ist ein hohes Drehmoment bis 850 Nm bei 80 U/min notwendig, um die geforderten Gewindebearbeitungen zu ermöglichen. Andererseits werden für die Fräsbearbeitungen 1.000 U/min im Dauerlauf und kurzzeitig bis 3.000 U/min benötigt.

„Mit Romai haben wir einen kompetenten Partner, der uns die Werkzeugköpfe in den jeweils applikationsabhängigen Drehzahl- und Drehmomentausführungen baut“, fügt Egger hinzu. Romai liefert die angetriebenen Werkzeuge in nahezu beliebigen Bauformen, auf die jeweilige Anwendung abgestimmt. Es sind Versionen mit innerer und äußerer Kühlmittelzufuhr erhältlich. Eine Fettdauerschmierung sorgt für lange Lebensdauer und spezielle Sonderlager ermöglichen auf Wunsch Abtriebsdrehmomente bis 1.000 Nm.


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Werkzeugköpfe, Planfräser

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