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Türen geöffnet

: DMG MORI


Als Auftragsfertiger beliefert das Kärntner Unternehmen Kostwein mit seinem hohen Prozess-Know-how zahlreiche namhafte Kunden in Europa. Dabei setzt man an den fünf Standorten auf modernste Fertigungsmittel getreu dem WCM-Produktionssystem (World Class Manufacturing). So war die Investition in ein Fräs-/Drehzentrum von Deckel Maho ein logischer Schritt. Denn diese neue Technologie hat dem Unternehmen Türen in Zukunftsbranchen geöffnet und bringt es gleichzeitig der eigenen Vision einen Schritt näher: Im Jahr 2011 das beste Zulieferunternehmen in Europa zu sein.

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Der NC-Rundtisch mit Direkt-Drive-Technologie, einem Drehmoment von 4.160 Nm, einem Haltemoment von 10.000 Nm und Drehzahlen bis 250 min-1 erlaubt ein breites Spektrum an Fräs- und Drehbearbeitungen von Werkstücken bis zu 2.500 kg. (Alle Bilder x-technik)

Der NC-Rundtisch mit Direkt-Drive-Technologie, einem Drehmoment von 4.160 Nm,...

Traditionelle Familienfirmenkultur mit moderner Fertigungsphilosophie ist das Erfolgsrezept des 1921 gegründeten Familienunternehmens Kostwein. Vor über 40 Jahren entschied man sich auf die Spezialisierung als Industriezulieferer. In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich das Unternehmen zu einer internationalen Firmengruppe mit Standorten in Klagenfurt, Ferlach, Maria Saal, Völkermarkt, Varazdin in Kroatien und seit Kurzem auch in Indien. Die Gruppe beschäftigt 650 Mitarbeiter, die einen Umsatz von rund 90 Mio. Euro erwirtschaften.

Kundenorientierung als oberste Prämisse

Als reiner Lohnfertiger besitzt Kostwein ein umfassendes Prozess-Know-how in der Produktion und Montage von komplexen Maschinen, Baugruppen und Einzelteilen. „Unsere Kernkompetenz liegt in der Prozessinnovation, damit sich unsere Kunden in erster Linie auf die Produktinnovation konzentrieren können. Aus der Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette ergeben sich daraus hohe Wettbewerbsvorteile“, erläutert Geschäftsführer und Vertriebsleiter DI Hans Kostwein. Man sieht sich daher nicht nur als Lieferant der verschiedensten Industriebereiche sondern als deren bestmöglicher Partner.

Um den Kunden den entscheidenden Mehrwert zu geben ist die Kostwein-Gruppe nach der Philosophie eines integrierten Produktionssystems organisiert, mit dem Ziel in einem „One piece flow just in time“ das zu produzieren, was der Markt verlangt. Dieses WCM (World Class Manufacturing)-System ermöglicht
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Ein Trend der letzten Jahre ist der Rückgang von Losgrößen; somit ist die Reduktion von unwirtschaftlichen Maschinennebenzeiten ein Muss. Im Bild der integrierte Palettenwechsel der DMC 160 FD duoBLOCK®.

Ein Trend der letzten Jahre ist der Rückgang von Losgrößen; somit ist die...

es auch, Prozesse ständig weiter zu verbessern und Durchlaufzeiten zu verkürzen. „Unsere Mitarbeiter bringen sich dabei engagiert ein, um höchste Qualität zu produzieren und die vorhandenen Ressourcen bestmöglich auf allen Ebenen der Prozesskette einzusetzen“, erläutert DI Wolfgang Kohlenbrein, Produktionsleiter bei Kostwein.

Neue Technologie, neue Branche

Am Standort Klagenfurt findet ein wesentlicher Teil der mechanischen Bearbeitung statt. Die einzelnen Bearbeitungsgruppen sind möglichst flexibel strukturiert, so dass einerseits fertige Teile aus den Gruppen herauskommen und andererseits die Mitarbeiter die Maschinen je nach Bedarf bedienen können (Mehrmaschinenbedienung).

Für die Bearbeitung kubischer Teile setzt man seit jeher auf die Technologie von Deckel Maho. Alleine 15 5-Achs-Fräsmaschinen von DMG sind momentan bei Kostwein im Einsatz. Für den Produktionsleiter spielt neben den rein technischen Daten der Maschinen auch die Kunden-/Lieferantenbeziehung eine wichtige Rolle. „Wir suchen Partnerschaften, die funktionieren, egal ob kunden- oder lieferantenseitig. Die Zusammenarbeit mit DMG ist dabei ein Erfolgsmodell“, erklärt DI Kohlenbrein. Vor allem auch der Servicelevel ist ihm wichtig. D.h. wie werden Probleme gelöst, bzw. wie schnell sind Ersatzteile verfügbar. „Durch unsere weltweite Ersatzteilzentrale in Geretsried (D) punkten wir im Servicefall mit sehr kurzen Reaktionszeiten und Ersatzteillieferungen innerhalb von 24 Stunden“, ergänzt Manfred Kurath, Vertriebsingenieur bei DMG Austria für Kärnten und Steiermark. „Service und Instandhaltung ist ebenfalls ein Aspekt, der für Maschinen des gleichen
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In den Fräsfunktionen entsprechen die DMC FD-Maschinen der DMC U-Baureihe. Sie beherrschen die simultane 5-Achs- und die 5-Seiten-Bearbeitung – dank Universal-Schwenkkopf, der als NC-gesteuerte B-Achse (optional A- Achse) zwischen waagerechter und senkrechter Position stufenlos arbeitet.

In den Fräsfunktionen entsprechen die DMC FD-Maschinen der DMC U-Baureihe....

Herstellers spricht. Unsere Mitarbeiter werden durch Schulungen bei DMG und gemeinsame „Verbesserungsprojekte“ nicht nur gut ausgebildet sondern können sich auch aktiv in die Entwicklung der Werkzeugmaschinen einbringen“, fährt DI Kohlenbrein fort. „Maschinenentwicklungen werden bei DMG immer an bestehende Kundenanforderungen angepasst“, so Manfred Kurath.

„Ohne Zweifel müssen Werkzeugmaschinen auch ins Gefüge einer Firma passen“, drückt es DI Kohlenbrein aus. Das Teilespektrum bei Kostwein ist sehr breit, auch die Losgrößen äußerst schwankend und in den letzten Jahren eher fallend, „Wir setzen daher vor allem auf flexible Maschinen, die einfach zu programmieren sind. Sich für spezifische Teilespektren Maschinen unterschiedlicher Hersteller mit verschiedenen Steuerungen ins Haus zu holen, wäre da eher kontraproduktiv.“ Durch ähnliche Maschinentypen kann man auch mit den Teilen sehr schnell und flexibel zwischen den Bearbeitungszentren wechseln.

Runde, kubische Teile fertigen

Ein wesentlicher Aspekt des Produktionssystems bei Kostwein ist es, möglichst fertige Teile in einer Bearbeitungsgruppe erstellen zu können. Dies soll vor allem einen Teiletourismus zwischen den Fertigungsgruppen verhindern — das spart Zeit und Geld.
Kleine und mittelgroße kubische Teile mit einem Drehanteil konnte man bei Kostwein bereits mit vorhandenen Dreh-/Fräsmaschinen wirtschaftlich bearbeiten, doch gingen die Kundenanforderungen speziell
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Für einen optimalen An-/Abtransport der Werkstücke sorgt bei Kostwein ein eigens im Haus entwickeltes und gefertigtes Fördersystem — auch ein Merkmal des WCM (World Class Manufacturing)-Systems.

Für einen optimalen An-/Abtransport der Werkstücke sorgt bei Kostwein ein...

aus der Energietechnik eher in Richtung größerer Teile. Diese großen Teile konnte man mit den vorhandenen Dreh-/Fräsmaschinen nicht bearbeiten. „Speziell für diese Teilegröße war daher die FD-Technologie (Fräs-/Drehtechnologie), d.h. ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum mit integriertem Drehtisch, von DMG hochinteressant“, erklärt DI Kohlenbrein.

Nach ersten Machbarkeits-/Zeitberechnungen der angesprochenen Teilegrößen entschied man sich bei Kostwein ohne „Wenn und Aber“ für die neue Zukunftstechnologie von DMG. Im Detail fiel die Entscheidung auf eine DMC 160 FD duoBLOCK® mit einer Palettengröße von ø 1.400 mm.

Technologiesprung durch DMC 160 FD duoBLOCK®

In den Fräsfunktionen entsprechen die DMC FD-Maschinen der DMC U-Baureihe. Sie beherrschen die simultane 5-Achs- und die 5-Seiten-Bearbeitung – dank Universal-Schwenkkopf, der als NC-gesteuerte B-Achse (optional A- Achse) zwischen waagerechter und senkrechter Position stufenlos arbeitet. Die zur U-Baureihe zusätzlichen Drehfeatures der DMC 160 FD duoBLOCK® machen sich gerade in der Komplettbearbeitung von Dreh-Frästeilen besonders bezahlt. Der NC-Rundtisch mit Direkt-Drive-Technologie, einem Drehmoment von 4.160 Nm, einem Haltemoment von 10.000 Nm und Drehzahlen bis 250 min-1 erlaubt ein breites Spektrum an Fräs- und Drehbearbeitungen von Werkstücken bis zu 2.500 kg.

Von Start weg hatte das neue Fräs-/Drehzentrum bei Kostwein eine hohe Auslastung. Auch der anfangs vermutete, mit 70 Prozent
eher hohe Fräsanteil, hat sich nicht bewahrheitet. Denn auf Anhieb konnte man durch die wirtschaftliche Bearbeitung der DMC 160 FD duoBLOCK® zahlreiche Aufträge speziell aus dem Bereich der Windenergietechnik mit hohem Fräs-/Drehanteil auf der Maschine bearbeiten, sodass dieser bereits 75 Prozent der Auslastung ausmacht. „Aufgrund dieser hohen Auslastung versuchten wir bereits die Maschine etwas zu entlasten und einzelne Teile getrennt auf Fräs- und Drehmaschinen zu fertigen. Die geforderten Toleranzen konnten wir so aber nicht wirtschaftlich erreichen, daher haben wir das schnell wieder bleiben lassen“, fügt DI Kohlenbrein hinzu. Im Gegenteil: Bei einer zukünftigen neuen Anschaffung in einem kleineren Teilespektrum wird man sich, aufgrund dieser guten Erfahrungen, mit Sicherheit wieder für die FD-Technologie entscheiden. „Der wirtschaftliche Vorteil der Bearbeitung in einer Aufspannung ist im Falle Kostwein sehr gut zu erkennen. Die DMC 160 FD duoBLOCK® bearbeitet die Teile wesentlich genauer und wirtschaftlicher als dies auf getrennten Bearbeitungseinheiten möglich ist“, ergänzt Manfred Kurath.

„Die zu vermutenden Einschränkungen bei reinen Fräsoperationen sind ebenfalls nicht vorhanden. Die Genauigkeit und Stabilität der Maschine ist hervorragend. Der Vorteil der Bearbeitung in einer Aufspannung spiegelt sich speziell in den erreichten Toleranzen wider“, zeigt sich DI Kohlenbrein mit der FD-Technologie von DMG äußerst zufrieden.
Und auch Geschäftsführer DI Hans Kostwein ist abschließend voll des Lobes: „Unsere DMC 160 FD duoBLOCK® hat uns die Tür zu einem neuen Teilespektrum und somit neuen Kunden geöffnet, die wir zuvor noch nicht bedienen konnten. Die relativ hohe Investitionssumme hat sich daher auf alle Fälle bezahlt gemacht.“
Der NC-Rundtisch mit Direkt-Drive-Technologie, einem Drehmoment von 4.160 Nm, einem Haltemoment von 10.000 Nm und Drehzahlen bis 250 min-1 erlaubt ein breites Spektrum an Fräs- und Drehbearbeitungen von Werkstücken bis zu 2.500 kg. (Alle Bilder x-technik)
Ein Trend der letzten Jahre ist der Rückgang von Losgrößen; somit ist die Reduktion von unwirtschaftlichen Maschinennebenzeiten ein Muss. Im Bild der integrierte Palettenwechsel der DMC 160 FD duoBLOCK®.
In den Fräsfunktionen entsprechen die DMC FD-Maschinen der DMC U-Baureihe. Sie beherrschen die simultane 5-Achs- und die 5-Seiten-Bearbeitung – dank Universal-Schwenkkopf, der als NC-gesteuerte B-Achse (optional A- Achse) zwischen waagerechter und senkrechter Position stufenlos arbeitet.
Für einen optimalen An-/Abtransport der Werkstücke sorgt bei Kostwein ein eigens im Haus entwickeltes und gefertigtes Fördersystem — auch ein Merkmal des WCM (World Class Manufacturing)-Systems.


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