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Standortsicherung durch Investition

: Haidlmair


Der globale Wettbewerb stellt alle Unternehmen auf eine harte Probe. Ständige Neuentwicklungen und Optimierungen sind Grundvoraussetzungen für das Überleben auf den internationalen Märkten. Gerade für Unternehmen, bei denen der Großteil des Umsatzes im Ausland generiert wird, ergeben sich diese Herausforderungen.

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Mag. (FH) Mario Haidlmair hat 2012 die Geschäftsführung von seinem Vater und Unternehmensgründer Josef Haidlmair übernommen.

Mag. (FH) Mario Haidlmair hat 2012 die Geschäftsführung von seinem Vater und...

HAIDLMAIR, Global Player im Bereich Spritzgießwerkzeuge für Lager- und Logistikcontainer aller Art, erwirtschaftet seine Erträge hauptsächlich im Ausland und hier auf den Märkten in Mittel- und Nordeuropa. Das Unternehmen hat die Turbulenzen auf den internationalen Märkten der vergangenen Jahre zwar gespürt aber aus der Bahn werfen konnten sie uns nicht. Natürlich waren die Jahre 2009 und 2010 eine harte Zeit. Wenn man es gewohnt ist, dass man jedes Jahr signifikante Zuwachsraten vorweisen kann und dann auf einmal eine Stagnation eintritt, ist das eine neue Erfahrung mit der man zuerst umgehen lernen muss.

Wir waren auf diese Situation aber nicht gänzlich unvorbereitet und konnten daher die richtigen Schritte setzen, um die Effekte der Krise abzufedern und gut durch diese problematische Zeit zu kommen. Ein erster Schritt war die Restrukturierung und Optimierung der internen Organisationen und Fertigungsabläufe, um die Effizienz zu erhöhen und Kosten zu sparen. Neben dieser Organisationsreform stand die Erschließung neuer Märkte ganz oben bei den Maßnahmen. Ein Mitarbeiter aus dem Verkaufsteam kümmerte sich speziell um potentielle Neukundengewinnung in Ländern, in denen HAIDLMAIR noch nicht oder eher wenig vertreten war. Erste Erfolge konnten wir bereits nach kurzer Zeit vorweisen: ein Auftrag aus Russland, in dem wir das bisher schwerste Werkzeug der HAIDLMAIR-Geschichte (ca. 80 Tonnen) fertigen durften. Es handelte sich dabei um ein Spritzgießwerkzeug für einen 1.100 l-Kunststoff-Abfallcontainer. Dieser Auftrag wurde ein voller Erfolg und ermöglicht uns neue Möglichkeiten in diesem Industriesektor und auf den Märkten im Osten von Europa.

Neue Maschinen, neue Halle

Mit dieser Form erreicht HAIDLMAIR neue Dimensionen, das
bisher schwerste Werkzeug lag bei knapp 70 Tonnen. Um in Zukunft auf diesem Sektor weiter erfolgreich zu sein, werden im Moment am Standort Nußbach insgesamt fünf Mio. investiert. Einige neue Fräsmaschinen für die Bearbeitung größerer Teile, darunter ein Bearbeitungszentrum mit einem maximalen Verfahrweg von acht Meter und einer max.Tischbelastung von 100 T. Um diese Maschine auch entsprechend gut zu platzieren, investierten wir zusätzlich in eine neue ca. 1.200 m² große Halle.

Nur wer in die Zukunft investiert, kann mittel- bis langfristig am internationalen Markt bestehen. Unsere Investitionen gewährleisten die hohe Qualität unserer Produkte und nur so können wir uns von unseren internationalen Mitbewerber abheben und den Standort in Nußbach absichern.

Zusätzlich zu den Investitionen im Maschinenbereich wurde der Kundenbereich mit neuen Besprechungszimmern völlig neu gestaltet und auch die Büroräumlichkeiten der Verkaufsabteilung erhielten ein völlig neues Gesicht. Ich denke, dass wir mit diesen Investitionen für die nächsten Jahre sehr gut aufgestellt sind aber natürlich haben wir bereits neue Ideen und Pläne, wie wir uns auch in naher Zukunft weiter verbessern können, denn mein Leitspruch lautet nicht ohne Grund: Vorwärts ist die Richtung!

Mag. (FH) Mario Haidlmair hat 2012 die Geschäftsführung von seinem Vater und Unternehmensgründer Josef Haidlmair übernommen.
So wird die neue Maschinenhalle bei HAIDLMAIR nach ihrer Fertigstellung aussehen.


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Werkzeug- und Formenbau

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