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Sicher ist sicher

: MAKINO Europe GmbH


Seit 1998 fertigt Doppelmayr/Garaventa in Wolfurt auf einem automatisierten MAKINO-Produktionssystem mit zwei A77-Bearbeitungszentren und 14 Paletten die sicherheitsrelevanten Aufhängungs- und Führungsteile seiner erfolgreichen Seilbahnen. Mit der Investition in ein flexibles Fertigungssystem mit vier Bearbeitungszentren vom Typ a81, 50 Paletten in zwei Ebenen und komplett neuer Leittechnik wurde im Jahr 2006 die Voraussetzung für weiteres Wachstum geschaffen. Lieferant der Anlage war wiederum MAKINO.

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Die Toleranz der Werkstücke aus Bau- oder Vergütungsstahl liegt jeweils im Bereich weniger Hundertstel Millimeter.

Die Toleranz der Werkstücke aus Bau- oder Vergütungsstahl liegt jeweils im...

„Bei Personen-Transportmitteln muss garantiert sein, dass gerade die sicherheitsrelevanten Komponenten absolut zuverlässig und präzise gefertigt sind“, unterstreicht Karl-Heinz Zündel, „und dies auf dauerhaft hohem Niveau.“ Zündel leitet die Produktion des schweiz-österreichischen Doppelmayr/Garaventa-Konzerns in Wolfurt, Vorarlberg.

Konstante Qualität und Vielseitigkeit

Die Verantwortung des Herstellers reicht hier weit über bloße Produkthaftung hinaus. Konstante Fertigungsqualität sei zentrales Anliegen, erklärt Zündel. Bedingt durch das Saisongeschäft im Seilbahnbau, sei aber auch ein Höchstmaß an Vielseitigkeit nötig. So setzt Doppelmayr/Garaventa in der Produktion von Beginn an auf die Formel ‚Sicherheit+Flexibilität’. Seit über 25 Jahren arbeitet der Konzern mit Bearbeitungszentren von MAKINO. In Wolfurt werden ausschließlich aktuelle Fertigungsmittel eingesetzt. Auslegung und Betrieb sind jeweils so kalkuliert, dass die Investition nach drei Jahren wieder eingespielt ist.

Fertigung mit Bearbeitungszentren

1998 hatte Doppelmayr/Garaventa seine Fertigung mit zwei Bearbeitungszentren des Typs MAKINO A77 ausgebaut. Ihre Be- und Entladung war automatisiert: Die Maschinen griffen auf einen gemeinsamen Pool mit Werkstück-Paletten im Format 630 x 630 mm zu
und arbeiteten im dreischichtigen Betrieb. „Trotzdem gab es auch hier keinen einzigen Störfall oder irgendwelche Unregelmäßigkeiten, die außerplanmäßigen Service nötig gemacht hätten“, merkt Karl-Heinz Zündel anerkennend an. Auch die Qualität der Werkstücke habe den hohen Anforderungen entsprochen.

Erweiterung der Kapazitäten

2006 stand eine Erweiterungsinvestition an, denn die vorhandenen Maschinen waren zu über 90 Prozent ausgelastet. Die seit 1998 eingesetzten A77-Bearbeitungszentren wurden verkauft. Im Gegenzug schaffte Zündel vier neue Zentren des Typs MAKINO a81 mit 50 Paletten in zwei Ebenen und komplett neuer Leittechnik an. Die Palettengröße der a81-Maschinen beträgt ebenfalls 630 x 630 mm. Auch der Arbeitsraum und die Verfahrwege von A77 und a81 sind weitestgehend gleich. Die Produktivität der a81 liegt Dank verbesserter Spindel-, Antriebs- und Steuerungstechnik jedoch um rund 15 Prozent höher. Ziel war es, die neuen a81-Maschinen zu einer flexiblen Fertigungszelle zusammenzufassen und die Kapazität damit mehr als zu verdoppeln.

Doppelmayr/Garaventa war zum einen überzeugt, dass die Verlässlichkeit der Bearbeitungszentren für das zu konfigurierende System entscheidend sei. Zum anderen sprach für MAKINO, dass dieses Unternehmen allein in Europa bereits über 400 flexible Fertigungssysteme installiert hatte und dass die für Vorarlberg zuständige Neutec AG, mit Sitz im Schweizer Ort Immensee, lediglich zwei Autostunden von Wolfurt ihren Service-Stützpunkt unterhält.

So gab es in dem 2006 geschlossenen Vertrag zwischen den Unternehmen keinerlei Klausel, die die Verfügbarkeit der Anlage definiert hätte. Vereinbart wurde lediglich, dass MAKINO eine lauffähige, aus vier a81 samt Peripherie und Zellentechnik bestehende Fertigungszelle
liefern sollte, deren Funktionalität und Leistung hinsichtlich Bearbeitungsgrößen, Teilekomplexität, Ausstoß, Fertigungstoleranz und Oberflächengüte definiert war. Ebenfalls Bestandteil des Vertrags waren eine Laufzeit jenseits von 4.500 Jahresstunden sowie eine Lieferung der Bearbeitungszelle mit kompletter Steuerungstechnik.

Auf wenige Hundertstel genau

Seit Sommer 2006 fertigt Doppelmayr/Garaventa auf der Zelle nun vor allem Teile, die für die Sicherheit des Seilbahnbetriebes ausschlaggebend sind, wie Klemmenbacken oder Rollenbatterieteile. Die Toleranz der Werkstücke aus Bau- und Vergütungsstahl liegt jeweils im Bereich weniger Hundertstel Millimeter. Insgesamt handelt es sich um 1.000 bis 1.500 verschiedene Teile im Jahr. Sie werden auf der Fertigungszelle in Losgrößen zwischen 1 und 500 Stück bearbeitet.

Beispiel für ein Werkstück der Losgröße 1 wäre eine als Einzelteil zur Nachlieferung produzierte Klemmbacke. Typisch für ein 500er Los sind Grundplatten, die auf einen Würfel gespannt werden. Die meisten Doppelmayr/Garaventa-Produkte sind Baukästen. Insofern wird sowohl unabhängig von Aufträgen gefertigt als auch projektbezogen. Die Sicherheitsanforderungen, so betont Fertigungs-Chef Zündel, sind stets dieselben.

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