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Präzision sorgt für Nachwuchs

: Fehlmann


Dass sich stetige Lehrlingsausbildung gerade in der heutigen Zeit bezahlt macht, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Plansee-Gruppe am Headquarter in Reutte/Breitenwang ist ein Parade-Beispiel hochqualitativer Nachwuchsarbeit. Alleine im Bereich Zerspanungstechnik befinden sich momentan über 100 Lehrlinge in Ausbildung. Für eine moderne und produktionsnahe Berufsausbildung setzt man in der Lehrwerkstätte auf die neuesten Technologien. Für den Bereich 5-Achs CNC-Fräsen sichern drei Fehlmann Picomax 60 M den hohen Anspruch des Global Players.

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Die Picomax 60-M besticht durch optimale Zugänglichkeit und Ergonomie, sowohl in der Berufsausbildung als auch in der Produktion.

Die Picomax 60-M besticht durch optimale Zugänglichkeit und Ergonomie, sowohl...

Die Plansee-Gruppe ist wohl vielen Österreichern ein Begriff. Doch nur wenige wissen über die Dimension der Gruppe Bescheid. Mit den vier Unternehmensbereichen — PLANSEE Hochleistungswerkstoffe, GTP Wolfram & Spezialpulver, Ceratizit Hartmetalle & Werkzeuge sowie PMG Sinterformteile — zählt die Plansee-Gruppe zu den führenden Herstellern pulvermetallurgischer Produkte und Komponenten und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2007/2008 ohne Berücksichtigung der Anteilsverhältnisse einen Umsatz von Euro 1,5 Mrd. Auch die Mitarbeiterzahlen sind für österreichische Verhältnisse enorm. So beschäftigt die Gruppe weltweit rund 9.350 Mitarbeiter, davon am Headquarter in Reutte 2.200. Für den nötigen Nachwuchs sorgt eine zentrale Berufsausbildung.

Als „Volltreffer für Deine Zukunft“ …

… bezeichnet PLANSEE die Ausbildungsmöglichkeiten, die man in Reutte/Breitenwang bietet: Hervorragend ausgestattete Ausbildungs- und Fachbereiche, die eine zeitgemäße Berufsausbildung ermöglichen und die sich an den Erfordernissen eines modernen industriellen Großbetriebs orientieren. So bildet man momentan 120 Lehrlinge zum Zerspanungstechniker, Maschinenbautechniker, Werkzeugbautechniker, Chemielabortechniker und Werkstofftechniker aus. Ein Detail am Rande ist der hohe weibliche Anteil von 27 %. Die mit Abstand wichtigste Berufsgruppe ist mit 90 % die der Zerspanungstechniker.

Gemäß dem Berufsbild erfolgt die Ausbildung zum Zerspanungstechniker in den ersten beiden Lehrjahren zu 100 % in der Lehrwerkstätte. Steht im ersten Jahr noch die Grundausbildung im Bereich Handarbeit, Drehen und Fräsen im Vordergrund,
werden im zweiten Lehrjahr erste Erfahrungen mit zyklengesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen gemacht, auf denen bereits Bauteile für die Standortunternehmen gefertigt werden. Im dritten Lehrjahr wird dann auf CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen, sowohl in der Lehrwerkstätte als auch in ausgewählten Fach- und Fertigungsbereichen der Gruppe, die Ausbildung fortgesetzt. Im Bereich CNC-Fräsen setzt man in der Lehrwerkstätte auf drei Fehlmann Picomax 60-M Präzisionsbearbeitungszentren mit einer bis zu 5-Achsen Bearbeitungs- und gleichzeitiger Automatisierungsmöglichkeit.

YGute Gründe für Fehlmann

Im Jahr 2006 machte sich das Ausbildungsteam auf die Suche nach einem neuen vertikalen CNC-Bearbeitungszentrum. Nach reiflicher Überlegung entschied man sich für eine Picomax 60-M. Heute komplettieren zwei weitere Maschinen des gleichen Modells die Lehrwerkstätte.

„Unsere Unternehmensphilosophie beinhaltet seit jeher eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung. Da ist auch der Anspruch an die Qualität und Leistungsfähigkeit der eingesetzten Werkzeugmaschinen sehr hoch“, erklärt Mag. Josef Ostheimer, Leiter der Berufsausbildung bei PLANSEE. Die Fehlmann Produkte kannte er bereits aus seiner Tätigkeit als Fertigungsleiter bei PLANSEE, denn auch in der Produktion vertraut man in der Plansee-Gruppe unter anderem auf Schweizer Präzision.

Für eine Fehlmann in der Berufsausbildung sprachen für Mag. Ostheimer zahlreiche gute Gründe: „Die Picomax 60-M ist geometrisch hochgenau und benötigt sehr wenig Platz bei gleichzeitig geringem Gewicht. Auch die Verfahrwege in allen drei Achsrichtungen entsprachen unseren Anforderungen. Durch den Fehlmann Teil-Schwenkapparat können wir auch unsere Lehrlinge in die 4- und 5-Achs CAD/CAM-Programmierung und Bearbeitung einführen. Und auch das positive
Erscheinungsbild wird durch die optisch schöne Verschalung des Bearbeitungsraumes aus Edelstahl bestens gewahrt.“

Präzisionsfräsmaschine für Präzisionsteile

Speziell für die Einzelteil- bzw. Kleinserienfertigung von Präzisionsteilen in der Feinmechanik, im Formenbau oder Maschinenbau ausgelegt, ist die Picomax 60 mit einem kompakten, gut zugänglichen Design ausgestattet. Sie ist in zwei Ausführungen lieferbar — als universell einsetzbare Fräsmaschine (-M Version) oder als Hochgeschwindigkeits-Fräsmaschine (-HSC Version). Das solide, steife Gussbett mit dem massiven Vertikalständer wird von Anfang an so geschabt, dass es für die hochgenaue 5-Achsenbearbeitung geeignet ist. In Österreich wird Fehlmann durch die Firma M&L – Maschinen und Lösungen vertreten. Der Geschäftsführer Manfred Lehenbauer zeigt sich von den Möglichkeiten und der Genauigkeit überzeugt: „Das Beispiel PLANSEE zeigt wie gut Fehlmann Präzisionsmaschinen sowohl in der Produktion als auch in der Berufsausbildung ihren Platz finden.“

Die Tatsache, dass am Standort Fehlmann-Maschinen auch in der Produktion im Einsatz sind, war zwar ein Bonus, aber nicht kaufentscheidend. Und auch über die Möglichkeit, die Picomax jederzeit automatisieren zu können, zeigt sich der Ausbildungsleiter erfreut. „Wir müssen unsere Lehrlinge auch in einen automatisierten Betrieb einführen können. Nicht im Dauerbetrieb, aber mit gezielten Maßnahmen können wir den jungen Menschen viel beibringen. Nicht im täglichen Ablauf, aber mit gezielten Maßnahmen können wir den jungen Menschen viel beibringen. Denn das Verstehen des Ineinandergreifens von Abläufen einer Fertigungskette sind gerade heutzutage sehr wichtig.“

Ausbildung als strategische Entscheidung

Auch für Ing. Frank Fehlmann, Geschäftsführer der Fehlmann AG, ist Ausbildung
sehr wichtig, denn immerhin macht der Schweizer Maschinenbauer rund 20 % seines Umsatzes in diesem Bereich. „Für Fehlmann ist eine hochqualitative Ausbildung eine strategische Entscheidung und für die Zukunft unsere Branche überlebenswichtig. Unsere Maschinen sind durch ihre Art auch in der Ausbildung sehr beliebt. Optimale Zugänglichkeit und Ergonomie sind dabei Hauptkriterien.“ Einen wesentlichen Vorteil sieht Frank Fehlmann in der hohen Fertigungstiefe seines Unternehmens. Der Schweizer Maschinenbauer stellt sowohl Motorspindel, Teil-Schwenkapparate und alle Schlittenteile im Haus her, auch die mechanische Bearbeitung wird im Haus durchgeführt. „Wir können somit auf alle Einzelteile der Maschine nach unseren Vorstellungen eingehen. Das erhöht das Know-how im Betrieb und auch im Kundendienst, speziell im Servicefall sind Reaktionszeiten sehr kurz und nötige Ersatzteile sind alle auf Lager.“ Das bestätigt auch Mag. Ostheimer: „Das Service ist ein absoluter Pluspunkt für Fehlmann, gerade aufgrund der hohen Fertigungstiefe.“ Das Ergebnis sind drei Fehlmann Picomax 60-M, die heute für sehr gut ausgebildeten Fachkräftenachwuchs bei der Plansee-Gruppe sorgen.


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