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METAV 2018: Die Fachmesse der Produktionstechnik

: VDW


Die 20. Messe für Technologien der Metallbearbeitung, die vom 20. bis 24. Februar in Düsseldorf stattfindet, zeigt in einem organischen Gesamtbild die gesamte Wertschöpfungskette. Im Kernbereich der METAV stehen die klassischen Themen der Metallbearbeitung wie Werkzeugmaschinen, Fertigungssysteme, Präzisionswerkzeuge, automatisierter Materialfluss, Computertechnologie, Industrieelektronik und Zubehör. Bei allen großartigen Innovationen in der Produktionstechnik bleiben diese Inhalte das Herzstück der Messe. So zeigten Umfragen nach der vergangenen METAV: das Besucherinteresse galt mit großem Abstand vor allem der Zerspanung. Zwei Drittel der Besucher interessierten sich für entsprechende Werkzeugmaschinen. Statement von Christoph Miller, Leiter Messen VDW

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Auf der METAV, die vom 20. bis 24. Februar 2018 in Düsseldorf stattfindet, gibt es neueste Technologien in traditionellen Fertigungstechniken ebenso zu sehen wie aktuelle Lösungen zu Industrie 4.0.

Auf der METAV, die vom 20. bis 24. Februar 2018 in Düsseldorf stattfindet,...

Klassische Metallbearbeitung und Innovation sind auf der METAV kein Widerspruch. Auf der Messe gibt es neueste Technologien in traditionellen Fertigungstechniken ebenso zu sehen wie aktuelle Lösungen zu Industrie 4.0. Mit dem Kernbereich spricht die METAV dabei zahlreiche Anwenderbranchen an, darunter die Automobil- und Zulieferindustrie, den Maschinenbau, Medizintechnik und Flugzeugbau, Elektrotechnik und Elektronik sowie die Eisen-, Blech und Metallverarbeitende Industrie.

Dieses Herz der Messe steht in vielfältiger Verbindung mit den so genannten Areas, die mit dem neuen METAV-Konzept 2016 erfolgreich eingeführt wurden. So bildet die Messe die Realität zeitgemäßer industrieller Fertigung komprimiert auf ihrem Gelände ab. Zwei Areas widmen sich Spezialthemen der Produktionstechnik, zwei weitere haben besondere Branchen im Fokus.

Qualitätsprozesse gewinnen noch mehr Gewicht

Das Thema Qualität ist untrennbar mit der industriellen Fertigung verbunden. Nur wer seinen Kunden verlässlich und beständig qualitativ hochwertige Produkte liefern kann, hat langfristig die Chance, am Markt zu bestehen. Entsprechend müssen produzierende Unternehmen alle Bestandteile des Qualitätsprozesses beherrschen: Von der Messung über die Auswertung der Daten bis hin zur Prozesssteuerung und Qualitätskontrolle. Im Zeitalter der digitalen Transformation gewinnen diese Kategorien noch stärker an Gewicht. Nicht zuletzt die Mess- und Prüftechnik wird hier vielfach zur tragenden Säule, ohne die etwa Smart und Big Data-Konzepte nicht umzusetzen sind.

Gleichzeitigt
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Christoph Miller, Leiter Messen VDW.

Christoph Miller, Leiter Messen VDW.

ist die Digitalisierung dazu geeignet, die Prozessqualität insgesamt auf ein ganz neues Niveau zu bringen. Damit ist die Quality Area kein in sich geschlossener Raum, sondern vielmehr ein begleitendes Segment des Kernbereichs mit vielfältigen synergetischen Effekten. Oder anders formuliert: Quality-Themen sind als Grundlage hochwertiger industrieller Fertigungsprozesse aus dem Kernbereich der METAV nicht wegzudenken. Die Quality Area bietet den Kunden den Überblick über die gesamte Bandbreite der Mess- und Prüftechnik sowie der QM- und Auswertungssysteme.

Qualitätssicherung ist darüber hinaus mehr als ein technisches Thema. Sie nimmt eine zentrale Rolle in der Organisation von Prozessen und Unternehmensstrukturen ein. Entsprechend hat die METAV 2018 die DGQ und DQS (Deutsche Gesellschaft für Qualität und Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) als Partner gewonnen. Sie bieten auf der Messe einen Workshop zum Qualitätsmanagement an. Weitere Partner für die Quality Area sind der Fachverband Messen und Prüfen im VDMA und das Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen.

Additive Fertigung in den Werkhallen angekommen

Bereits 2014 bekräftigte die METAV den Stellenwert der additiven Fertigung, auch wenn es damals noch wenige Aussteller waren, die sich mit ihren 3D-Druck- und ähnlichen Lösungen präsentierten. In den vergangenen Jahren ist das Interesse an additiver Fertigung deutlich angewachsen, da das Verfahren nun stabiler in die industrielle Anwendung eingebunden werden kann.

Schon auf der METAV 2016 gab ein Drittel der Besucher
an, additive Verfahren einzusetzen oder konkret daran zu arbeiten. Mittlerweile hat Additive Manufacturing (AM) seinen festen Platz in den Fabriken etabliert. Gerade in der industriellen Produktion von Kleinserien oder bei besonders anspruchsvollen Speziallösungen zeigen additive Verfahren ihre Stärken. Sie ermöglichen die Umsetzung neuer Design-Ideen und Produktkonzepte mit neuen Funktionen. Hochkomplexe Geometrien sind machbar, die mit konventionellen Verfahren nicht oder nur sehr aufwändig herzustellen sind.

Bei all diesen Vorzügen sind additive Verfahren nicht isoliert von der klassischen Metallbearbeitung zu betrachten. Vielmehr sind sie eine hervorragende Ergänzung, die sich in die gesamte Bandbreite der Prozesskette einreiht – wenn auch in jedem Fall mechanische Nachbearbeitung erforderlich ist. Dies machen nicht zuletzt die zahlreichen Aussteller deutlich, die auf hybride Maschinen setzten – also Produktionstechnik, die additive mit spanender Fertigung kombiniert.

Ebenso versteht sich auch die Additive Manufacturing Area der Messe nicht als abgeschlossener Bereich, sondern als eine Erweiterung traditioneller Metallbearbeitung. Zu sehen gibt es dort die gesamte Bandbreite additiver Verfahren, Materialien und Dienstleistungsangebote rund um den 3D-Druck. Im Gesamtblick auf die Messe wird auch die Verzahnung mit anderen Produktionsschritten der Metallbearbeitung deutlich, allen voran CAD und Simulation, Nachbearbeitung, Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung.



Auch 2018 würdigt die METAV den wachsenden Stellenwert der additiven Fertigung für die Produktionstechnik mit der in diesem Umfeld führenden B2B-Konferenz. Der Veranstalter Rising
Media wird ein weiteres Mal die Inside 3D Printing auf der Messe ausrichten.

Moulding lebt von hochwertiger Produktionstechnik

Moulding beziehungsweise der Werkzeug-, Formen- und Modellbau ist ein etabliertes Anwendungsfeld der Metallbearbeitung – und daher als anwenderbezogene Area mehr als naheliegend für die METAV. Moulding gilt gleichzeitig als eines der anspruchsvollsten Anwendungsfelder in der Metallbearbeitung.

Die Ansprüche an Präzision und Qualität liegen ausgesprochen hoch, was Innovationen in diesem Bereich vorantreibt: Neben konventionellen Verfahren finden immer neue Prozesstechnologien Eingang, wie etwa laserunterstützte Fertigung für die Feinstrukturierung von Designoberflächen.

Welche Anforderungen gestellt werden und wie sie sich mit innovativer Fertigungstechnik lösen lassen, ist daher ein zentrales Thema der Moulding Area – aber auch des Kernbereichs der METAV. Schließlich lässt sich hohe Qualität im Formenbau nur mit hochwertigen Lösungen aus der Produktionstechnik erzielen. So konzentriert die METAV die gesamte Wertschöpfungskette des Werkzeug- und Formenbaus in einer Veranstaltung. Schließlich vereint die Messe die für diese Branche so zentralen Hersteller von Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen unter einem Dach, ebenso wie Unternehmen der C-Technologien.

Zahlreiche Moulding-Anwendungen stellen zudem hohe Anforderungen an das industrielle Design. Daher bietet der Industriedesignerverband VDID in der Moulding Area Fachbesuchern wichtige Ansätze für ihr Design.

Weitere Partner sind die Fachabteilung Werkzeugbau im Fachverband Präzisionswerkzeuge des VDMA
und der Bundesverband der Modell- und Formenbauer.

Medizintechnik treibt Innovation voran

Hohe Qualitätsansprüche an die Produktion stellt ebenfalls die zweite anwenderbezogene Area der METAV, der Bereich Medical. Medizintechnik ist dabei aus zweierlei Gründen eine naheliegende Wahl. Zum einen ist sie mit ihren hohen Anforderungen und ihrem gewaltigen Innovationspotenzial Treiber technologischen Fortschritts in der Fertigungstechnik. Nicht ohne Grund belegt die Medizintechnik Spitzenplätze in der weltweiten Anmeldung von Patenten. Zum anderen ist sie ein Segment mit hervorragenden langfristigen Marktaussichten. Die demographische Entwicklung der Weltbevölkerung befeuert den Bedarf, darunter vor allem das steigende Durchschnittsalter in den Industriestaaten und der wachsende Lebensstandard in zahlreichen Schwellenländern. Partner der Medical Area ist 2018 die Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik im VDMA.

Wertschöpfungskette im Zusammenspiel

Wie der METAV-Kernbereich der Produktionstechnik und die verschiedenen Areas miteinander im Zusammenspiel stehen, lässt sich am Beispiel der Medizintechnik verdeutlichen. Dort werden in aller Regel Produkte gefertigt, die höchste Anforderungen an Präzision und Qualität stellen – und das vom Beginn der Wertschöpfungskette bis zu deren Ende. Vielfach vereinen diese Produkte Teile aus Metall mit solchen aus Kunststoffen, die wiederum von Anwendern aus dem Werkzeug- und Formenbau hergestellt werden – und deren Produktion auf Werkzeugmaschinen angewiesen ist. Komponenten der Medizintechnik werden ebenso mit additiven Verfahren hergestellt, so dass auch der Brückenschlag zur Additive Manufacturing Area offensichtlich ist. Und schließlich stellt der gesamte Herstellungsprozess erhebliche Anforderungen an die Qualitätssicherung. Nicht nur, dass hochpräzise, verlässliche
Produkte hergestellt werden müssen: Auch die rechtlichen und hygienischen Standards für die eingesetzten Maschinen sind enorm – und damit ein Fall für die Kompetenzen, die in der Quality Area vertreten sind. So bietet die METAV 2018 wieder das große Portfolio der Produktionstechnik auf einer Messe. Sie ist damit ein attraktiver Begegnungsort für Aussteller und Kunden aus zahlreichen produzierenden Branchen.

Veranstaltungen auf der METAV 2018

Die METAV 2018 als Innovationsschauplatz beschränkt sich nicht auf die Aussteller, sondern bietet ein umfangreiches Informationsprogramm rund um die Produktionstechnik.

Themenpark industrie 4.0: Nah an den Trends

Ganz im Zeichen der digitalen Transformation steht der 2. mav Themenpark industrie 4.0, der in Kooperation mit der Konradin Mediengruppe ausgerichtet wird. Auf dieser Fläche zeigen Aussteller, wie Digitalisierung und Vernetzung die Metallbearbeitung verändert. Wie werden gewonnene Daten genutzt? Wie werden sie in den Produktionsprozess eingebunden? Wie steht es um die Sicherheit dieser Daten? Diese und weitere für die Metallbearbeitung relevante Fragen werden beantwortet. Ob Cyber Physical Systems, Big Data, Smart Factory, Virtual Reality-Anwendungen und vieles mehr: Der Themenpark industrie 4.0 bietet auf der METAV einen umfassenden Überblick über erfolgreich realisierte Projekte und Anwendungen.

Im integrierten Fachforum geht es über bereits realisierte Lösungen hinaus. Fachlich hochwertige Vorträge zeigen auch die Visionen und Ziele, die mit Industrie 4.0 möglich werden. Der Themenpark bietet damit Besuchern die Gelegenheit zu erleben, wie sich ganz neue Trends in der Produktionstechnik abzeichnen – und damit Anstöße und Lösungen
für die eigenen digitalen Herausforderungen der Zukunft.

Sonderschau Jugend

Seit über einem Jahrzehnt begeistert die Nachwuchsstiftung Maschinnebau mit der Sonderschau Jugend Schüler für technische Berufe. Mit diesem Format richtet sich die Stiftung an junge Besucher und informiert sie über die duale Ausbildung im Maschinenbau. Auch auf der METAV 2018 lädt die Nachwuchsstiftung Schüler, Lehrer und Ausbildungsbeauftragte zu ihrer Sonderschau ein. Junge Menschen, die bereits in Ausbildung sind, treten dort als Botschafter für technische Berufsbilder auf. In einer Prozesskette können Schüler am Stand selbst erleben und daran teilhaben, wie ein Miniatur-Formel 1-Wagen entsteht. Angereichert ist diese Erfahrung aktuell mit Industrie 4.0 Elementen, um auch die digitale Zukunft technischer Berufe greifbar zu vermitteln.

Internationale Fachkonferenz „Inside 3D Printing“

Rising Media, internationaler Kongressveranstalter und Partner der Additive Manufacturing Area, veranstaltet parallel zur METAV 2018 am 21. und 22. Februar 2018 auf dem Düsseldorfer Messegelände die Fachkonferenz „Inside 3D Printing“. Sie ist eine der international führenden B2B-Veranstaltungen zum Thema 3D Druck und additive Fertigung, die ebenfalls eng verzahnt sind mit der Digitalisierung in der Produktionstechnik. Vom Datenstrom zum finalen Produkt zeigt „Inside 3D Printing“ die Auswirkungen auf den gesamten Produktentstehungsprozess: Neue Materialen und Geschäftsmodelle stehen dabei ebenso im Fokus wie übergeordnete Zusammenhänge mit künstlicher Intelligenz, Robotik, Nanomaterialien und anderen exponentiell wachsenden Technologien.

Drei parallel laufende Vortragsstränge mit über
50 Vorträgen sprechen Experten, Wissenschaftler, Dienstleister, Händler und Investoren aus aller Welt an. Die Kooperation mit der METAV bietet über die Vorträge hinaus zusätzlichen Praxisbezug, denn alle Teilnehmer haben freien Zugang zur Messe.

Workshops zur Qualitätssicherung

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) und die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) sind METAV-Partner der Quality Area. Die DGQ ist mit ihren europaweit harmonisierten Trainings- und Personenzertifizierungen nach EOQ-Standard (European Organization for Quality) ein wichtiger Anbieter von Weiterbildung zur Qualitätssicherung in Europa: Rund 12.000 Fach und Führungskräfte nutzen jährlich diese Angebote. Die DQS beschäftigt sich mit der Begutachtung von Geschäftsprozessen und zertifiziert mit ihren rund 200 Mitarbeitern und fast 800 Auditoren in Deutschland Managementsysteme.

Ihre umfassende Expertise vermitteln die beiden METAV-Partner am 20. und 23. Februar in kurzen Workshops. Zum einen stehen rechtliche Anforderungen an das Energiemanagement im Mittelpunkt, zum anderen die Informationssicherheit in digitalisierten Märkten – ein Thema, das für die Entwicklung von Industrie 4.0 grundlegend ist.

7. Dortmunder Schleifseminar „METAV Spezial 2018“

Das Institut für Spanende Fertigung (ISF) der Technischen Universität Dortmund ist international führend in der Erforschung der relevanten Zerspanprozesse und des informationstechnischen Umfelds. In Kooperation mit dem VDW lädt das ISF vom 22. bis 23. Februar zum 7. Dortmunder Schleifseminar „METAV Spezial 2018“ ein. Geboten wird ein umfassender
Einblick in aktuelle Ansätze und praktische Umsetzungen der Schleiftechnologien. Beiträge aus Forschung und Industrie behandeln die Bereiche Maschine und Umfeld, Werkzeuge und Prozesse.

VDMA-Forum Spanntechnik

Der Fachverband Präzisionswerkzeuge im VDMA, Partner der METAV, veranstaltet am 21. Februar 2018 zum dritten Mal das Spanntechnikforum mit dem Titel „Potenziale der Spanntechnik in einer prozesseffizienten Fertigung“. Das Forum thematisiert, wie optimales Zusammenspiel von Maschine, Werkzeug und Spanntechnik einen wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Fertigungsprozess erzielt. Gezeigt werden Lösungsansätze für optimal ausgelegte Spannmittel, um Fertigungsprozesse effizient und wirtschaftlich zu gestalten.

Anwendungsforum Sägetechnik

Am 20. Februar 2018 findet im Rahmen der METAV das erste Anwendungsforum Sägetechnik des Fraunhofer IPA statt. Dort dreht sich alles um aktuelle Entwicklungen und Best-Practice-Beispiele aus der Sägetechnik. Hersteller und das Fraunhofer IPA verdeutlichen Anwendern der Sägetechnik mit anwendungsnahen Beispielen, wie sie ihre Prozesse optimieren können.

VDW-Technologietag

Am 20. Februar 2018 veranstaltet der VDW den Technologietag „Brand- und Explosionsschutz an Werkzeugmaschinen“. Auch wenn die heutige Produktion oftmals vollautomatisch abläuft, muss der Mensch regelmäßig mit der Maschine interagieren. Dafür gelten Schutzvorgaben der EU-Maschinenrichtlinie. Sie betreffen auch den Brandschutz an modernen Werkzeugmaschinen. In Brand gerät dabei meist als erstes der nicht wassermischbare Kühlschmierstoff,
der als Prozesshilfsstoff eingesetzt wird. Abhängig vom Grad der Vernebelung kann es auch zu druckschwachen Explosionen, so genannten Verpuffungen, kommen. Um die Auswirkungen derartiger Reaktionen zu begrenzen, bedarf es einer Reihe von Sicherheitsmaßnahmen an den betreffenden Maschinen. Experten aus der Werkzeugmaschinenindustrie, von Löschanlagenherstellern, Maschinenbetreibern und der Berufsgenossenschaft zeigen auf, was zu beachten ist, damit heutige Anlagen sicher konstruiert und betrieben werden können.

Starker Innovationsschauplatz im Nordwesten

Zusammenfassend gesagt ist die METAV also ein Schauplatz für Produktionslösungen, der seinem Slogan „Power Your Business“ gerecht wird. Die METAV ermöglicht es, die Trends kennenzulernen, die morgen das Geschäft bestimmen werden. Doch es sprechen noch mehr Argumente für die 20. Messe für Technologien der Metallbearbeitung. Der Standort Düsseldorf befindet sich im Zentrum Nordrhein-Westfalens, dem konzentriertesten industriellen Wirtschaftsraum nördlich der Mainlinie. Besonders der Maschinenbau ist hier traditionell stark. Die Branche beschäftigt in Nordrhein-Westfalen über 200.000 Arbeitnehmer und ist damit der größte industrielle Arbeitgeber im Land. Knapp ein Fünftel des deutschen Umsatzes im Maschinenbau wird in Nordrhein-Westfalen erwirtschaftet. Die geographische Nähe der METAV zum industriellen Herzen des Nordwestens macht die Messe zu einem attraktiven und komfortablen Treffpunkt für Hersteller und Anwender der Region. Auch die anliegenden Beneluxstaaten und die vergleichsweise nah gelegenen skandinavischen Länder sind traditionell stark vertreten. Die Besucherqualität ist dabei hoch: 2016 gaben 63 Prozent von ihnen an, auf Beschaffungsentscheidungen Einfluss zu haben.

METAV trifft den Nerv der Praktiker

Mehr denn je lebt Industrie heute von Innovation. Die digitale Transformation hat die Innovationszyklen so beschleunigt, wie es sich vor nur einer Generation kaum jemand hätte vorstellen können. Das Vordenker-Modell im Unternehmen
veraltet daher rasant: Wer heute an der technologischen Spitze mitspielen will, der ist darauf angewiesen, dass Innovationspotenzial der gesamten Belegschaft zu entfesseln. Mitarbeiter müssen technologisch auf der Höhe der Zeit agieren und denken. Wer Innovation heute noch ausschließlich als Aufgabe der Chefetage betrachtet, den könnte bald schon die Realität der Märkte einholen. Entsprechend wichtig ist es, Kompetenz und ein Gespür für technologische Trends in den Werkshallen zu verankern. Auch hier kann die METAV punkten. Fast 40 Prozent der Besucher stammen aus Fertigung, Produktion oder Qualitätskontrolle. Damit haben Aussteller zudem die Möglichkeit, direkt die Praktiker in den Betrieben anzusprechen – und ohne Frage hat deren Einschätzung und Erfahrung in zahlreichen Betrieben eine spürbare Auswirkung auf den Einkauf.

Dicht am Markt, nah an der Innovation

Die METAV spannt einen großen Bogen rund um zahlreiche Aspekte der Produktionstechnik. Ihre Seele bleibt die ganze Bandbreite der Metallbearbeitung, ein Bereich, der mit der digitalen Transformation noch einmal ganz erhebliches Innovationspotenzial hinzugewonnen hat. Gleichzeitig zeigt die METAV die Verbindungen zu den zahlreichen angrenzenden industriellen Themen, die maßgeblich Produktionstechnik mitbestimmen. Und das in einer Zeit, in der Industrie 4.0 dazu antreibt, Wertschöpfung immer umfassender, durchgängiger und vernetzter zu denken.

Wirtschaftlich fällt die METAV zudem in eine vielversprechende Zeit. Die Stimmungsindikatoren im Euroraum haben sich noch einmal deutlich verbessert. So lag etwa der Einkaufsmanagerindex in der Eurozone für September 2017 bei 58,1 Punkten und damit fast sechs Punkte über dem Vorjahresmonat. Für die gesamtwirtschaftliche Produktion ist entsprechend eine hohe Dynamik zu erwarten. Gleichzeitig liegt das Verbrauchervertrauen für den Euroraum insgesamt auf dem höchsten Wert seit Sommer 2007. Politische Unsicherheiten haben sich nach dem Brexit-Votum und der US-Präsidentenwahl wieder kontinuierlich verringert. Stützend wirkt neben einer expansiven Ausrichtung der Geldpolitik auch die zunehmende Erholung am Arbeitsmarkt. Die
mittlerweile hohe Kapazitätsauslastung dürfte Unternehmen zudem veranlassen, ihre Investitionstätigkeit robust auszuweiten. Die Werkzeugmaschinenindustrie profitiert von diesem positiven gesamtwirtschaftlichen Klima. Der Werkzeugmaschinenverbrauch für Europa bewegt sich auf einem stabilen hohen Niveau, für 2018 wird eine Steigerung von 4,1 Prozent erwartet.

Österreich und Deutschland im Werkzeugmaschinengeschäft eng verbunden

Die österreichische Wirtschaft gewinnt dank des starken privaten Konsums, anhaltender Investitionstätigkeit der Unternehmen und der positiven Exportdynamik an Fahrt. Das österreichische Wirtschaftswachstum bewegt sich nach Einschätzungen des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics 2017 und 2018 mit 2,7 bzw. 2,1 Prozent Plus über dem EU-Durchschnitt. Getrieben wird der Konjunkturaufschwung unter anderem durch stattliche Ausrüstungsinvestitionen. Die Investitionen der wichtigsten Abnehmerbranchen von Werkzeugmaschinen sollen 2017 um 2,7 und 2018 um 3,3 Prozent wachsen. Insbesondere die Investitionen der Automobil- und Zulieferindustrie sollen ein zehnmal so starkes Wachstum erreichen. Das wirkt sich im kommenden Jahr auch sehr positiv auf den Werkzeugmaschinenverbrauch aus, der um 4,1 Prozent anziehen soll.

Im bilateralen Handel sind Österreich und Deutschland traditionell eng verbunden. Deutschland ist mit Abstand der wichtigste Lieferant von Werkzeugmaschinen. Der Anteil an den österreichischen Importen liegt bei fast zwei Drittel, mehr als sechsmal so hoch wie der des zweitwichtigsten Lieferanten Schweiz mit einem Zehntel Anteil, gefolgt von Italien, China und Taiwan. Nach Zuwächsen in den vergangenen beiden Jahren waren die deutschen Lieferungen im ersten Halbjahr 2017 um 5 Prozent rückläufig. Geliefert wurden hauptsächlich Teile und Zubehör, Bearbeitungszentren, Dreh- und Schleifmaschinen.

Umgekehrt ist Deutschland für die österreichischen Werkzeugmaschinenhersteller seit vielen Jahren der wichtigste Absatzmarkt, mit einem Anteil am Gesamtexport von zuletzt 28 Prozent
weit vor den USA, China, Italien und Russland. Nach einer guten Entwicklung in den vergangenen beiden Jahren sind die österreichischen Lieferungen im ersten Halbjahr 2017 um 7 Prozent gesunken. Die METAV ist demnach sowohl für österreichische Aussteller als auch Besucher besonders interessant. Aussteller treffen dort ihre Kunden aus dem größten Markt Deutschland und aus ganz Europa. Umgekehrt bietet sie österreichischen Besuchern die Chance, sich bei ihren wichtigsten Lieferanten über Neuheiten und Trends zu informieren.
Auf der METAV, die vom 20. bis 24. Februar 2018 in Düsseldorf stattfindet, gibt es neueste Technologien in traditionellen Fertigungstechniken ebenso zu sehen wie aktuelle Lösungen zu Industrie 4.0.
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