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MES – ein Mittel zur Standortsicherung

: COSCOM


Frei nach einer fernöstlichen Lebens- und Arbeitsphilosophie (Kaizen) könnte man davon sprechen, dass man Verschwendungen jeder Art eliminiert und Arbeitsabläufe (Prozesse) kontinuierlich verbessert, um den Produktionsstandort weiter attraktiv zu gestalten. Es ist allerdings auch festzustellen, dass die genaue Lokalisierung von „Prozessblockierern“ oder Verschwendungspotentialen nicht immer einfach ist und vor allem in der Kleinserien- oder Einzelteilfertigung die Unternehmen vor große, oft unüberwindbare, Hürden stellt. Häufig entscheidet das „Bauchgefühl“ über Optimierungsmaßnahmen im Produktionsprozess.

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Mobile Monitoring für den aktuellen Prozessstatus immer und überall – das COSCOM Mobile Monitoring ist auf jedem Smartphone mit Internet-Browser lauffähig.

Mobile Monitoring für den aktuellen Prozessstatus immer und überall – das...

Autor: Ing. Christian Erlinger, Produktmanager COSCOM GmbH

Vor allem führen punktuelle Betrachtungsweisen und daraus folgende Optimierungsmaßnahmen dazu, dass eine einzelne Unternehmenskostenstelle zwar verbesserte Zahlen liefern kann, aber der Produktionsprozess in der ganzheitlichen Betrachtung negativ beeinträchtigt werden könnte. Aktuelle Projektgespräche im Bereich der Prozesskettenanalyse in der zerspanenden Fertigung zeigen, dass z. B. das „Drehen an der Personalschraube“ durchaus negative Auswirkungen auf die Produktivität der Werkzeugmaschinen haben kann.

So konnte in einem repräsentativen deutschen Mittelstandsunternehmen festgestellt werden, dass eine so genannte Mehrmaschinenbedienung Personalkosten einspart, aber bei einer ganzheitlichen Betrachtung diese punktuelle Einsparung sich negativ auf den Unternehmenserfolg auswirkt.

Das Produktivitätspotential konnte bei zu geringer Personalverfügbarkeit nicht voll ausgeschöpft werden. Diese Erkenntnis hatte die Einstellung von zusätzlichem Personal zur Folge. Dieses Fallbeispiel sollte zeigen, dass der Unternehmenserfolg von vielen Faktoren abhängig ist und Optimierungsmaßnahmen sehr gezielt und unter Berücksichtigung aller Auswirkungen gesetzt werden müssen. Für die Verantwortungsträger stellt sich nun die Frage, wie man zu fundierten Erkenntnissen aus dem Produktionsprozess kommt und wie sich etwaige Maßnahmen im Prozess auswirken? Aktuelle Marktanalysen zeigen, dass bereits
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Online Monitoring informiert zeitaktuell über die Prozesszustände in der Produktion – z. B. welche Aufträge an welchen Anlagen gerade abgearbeitet werden.

Online Monitoring informiert zeitaktuell über die Prozesszustände in der Produktion...

viele Produktionsunternehmen auf Softwareunterstützung im Bereich der (Ver)Planung von Unternehmensressourcen zurückgreifen.

Softwareunterstützung zur Maßnahmensetzung

So genannte Enterprise Resource Planning Systeme (ERP) gehören heute oftmals zur Standardausstattung mittelständischer Unternehmen. Diese Systeme dokumentieren den gesamten Geschäftsprozess und geben theoretische Vorgaben an die Produktion. Ob die Realität in der Produktion gemäß der Vorgaben aus dem ERP-System entspricht, steht dabei auf einem anderen Blatt Papier. Um die Produktionsebene mit der Geschäftsebene zu verknüpfen, bietet die moderne IT vernetzte Organisationsstrukturen, die sich in einem Manufacturing Execution System (MES) wieder finden.

Das MES-System ist ein Infrastruktursystem – es verknüpft alle relevanten Informationsträger aus der Produktion (MDE/BDE) und liefert stichhaltige Auswertungen, bzw. Kennzahlen (KPI`s) an die Geschäftsprozessebene zurück. Eine ereignisfundierte Bewertung der Produktionsabläufe ist nur auf diese Weise gewährleistet und bietet dem Entscheidungsträger eine abgesicherte Basis zur Maßnahmensetzung.

Visualisierung von Prozesszuständen

Fortschrittliche MES-Systeme bieten neben der Bewertung abgeschlossener Produktionsprozesse auch die Möglichkeit, den Fortschritt eines Produktionsauftrages innerhalb des Wertschöpfungsprozesses zu
visualisieren und Verzögerungen aufzuzeigen. Die Schlagworte „Online Monitoring“ und „Mobile Monitoring“ dominieren das Thema Visualisierung von Prozesszuständen. Mit diesen Technologien ist es gelungen, neue Methoden in der Prozesssteuerung zu etablieren. Durch das frühzeitige Erkennen von Prozessengpässen kann viel schneller und flexibler auf störende Prozesseinflüsse reagiert werden. Das Ziel ist die Liefertreue und die Qualität, trotz nicht kalkulierbarer Einflüsse, zu garantieren. So genannte Frühwarnsysteme bieten dem Produktionsunternehmen einen klaren Vorteil in der Produktionsflexibilität. Auch kleinere Produktchargen bei größerer Produktvielfalt können so höchst produktiv abgearbeitet werden.

Wirtschaftliche Produktionsprozesse zeichnen sich nicht mehr durch einen langjährigen Optimierungsvorgang, sondern durch eine permanente Überwachung aus. Schnell, flexibel und wirtschaftlich – bei höchster Qualität – sind die Maßstäbe an der unser Produktionsstandort gemessen wird. Folglich ist MES ein Mittel zur Standortsicherung.
Mobile Monitoring für den aktuellen Prozessstatus immer und überall – das COSCOM Mobile Monitoring ist auf jedem Smartphone mit Internet-Browser lauffähig.
Online Monitoring informiert zeitaktuell über die Prozesszustände in der Produktion – z. B. welche Aufträge an welchen Anlagen gerade abgearbeitet werden.
Prozessstörungen visualisieren, um gezielte Maßnahmen einzuleiten – die Zustände von Maschinen und Anlagen werden dokumentiert und können zu jedem Zeitpunkt abgerufen werden.
Durch das COSCOM KPI-Modul können die Zustände von Anlagen und Maschinen dokumentiert und zu jedem Zeitpunkt abgerufen werden.


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BDE, MDE, MES-System, Intertool

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