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Mehrspindelköpfe in High-End-Ausführung für die Groß-serienfertigung

: Romai


Mehrspindelköpfe, deren Spindeln einzeln automatisch justierbar sind und sich die Spindeln trotzdem leicht ziehen, sprich austau-schen lassen, sind optimal für die Großserienfertigung. Der Son-dermaschinenbauer Eiberle aus Laupheim lässt sich solche Mehrspindelköpfe von ROMAI applikationsspezifisch entwickeln und bauen.

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Zwei parallel angeordnete, stationäre dreispindlige ROMAI-Mehrspindelköpfe in einer Sonder-maschine des Laupheimer Maschinenbauers Eiberle.

Zwei parallel angeordnete, stationäre dreispindlige ROMAI-Mehrspindelköpfe...

Mit Mehrspindelköpfen lassen sich verschiedene gleichartige, aber auch unterschiedliche Bearbeitungsoperationen zusammenfassen und so mehrere Vorschubbewegungen auf einzelne Arbeitstakte reduzieren. Damit sind sie ideal für Großserienproduktionen auf Transferzentren, Fertigungsstraßen oder Sondermaschinen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und reichen vom Bohren über Gewinden, Senken, Reiben, Entgraten und Ausdrehen bis zum Fräsen. Bei ROMAI, einem Spezialisten für Präzisionsvorsatzgetriebe, werden solche Mehrspindelköpfe seit über 50 Jahren in Ausführungen ab 2 bis 252 Spindeln entwickelt, konstruiert und gefertigt.


„Da solche Mehrspindelköpfe in der Großserienfertigung oft 24 Stunden 7 Tage die Woche laufen ist eine wesentliche Anforderung, dass die einzelnen Spindeln im Bedarfsfall leicht ausgetauscht werden können“, erzählt Mathias Maier, der geschäftsführende Gesellschafter von ROMAI. Bei dementsprechenden Ausführungen werden dann lediglich die Schrauben am Lagerdeckel gelöst und die jeweilige Spindel lässt sich aus der Kupplung ziehen. Ebenso einfach wird eine neue Spindel eingesetzt - Schrauben anziehen fertig.


Eine darüber hinaus gehende, gestellte Anforderung an solche Mehrspindelköpfe in der Großserienfertigung ist, dass die

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einzelnen Spindeln separat justiert werden können, um etwa Werkzeugverschleiß oder auch Toleranzen im Werkstück selbst auszugleichen. In solchen Fällen sitzen dann die Spindelaufnahmen in servomotorisch verstellbaren Gehäusen.


Angepasste Bearbeitungsposition


Die Spindeln in Mehrspindelköpfen leicht austauschen zu können und in besonderen Fällen noch eine einzelne Justierbarkeit zu haben, gehörte auch in einem der anspruchsvollen Projekte der Firma Eiberle Maschinenbau GmbH zu den wesentlichen Anforderungen. Das Laupheimer Unternehmen ist spezialisiert auf den Sondermaschinenbau für Großserienfertigungen und dabei mit starkem Focus auf die zerspanende Bearbeitung, wie Stefan Eiberle, Unternehmensgründer und Geschäftsführer, erläutert. Neben der Entwicklung und dem Bau von Bearbeitungsmaschinen werden auch Automations- und Montageaufgaben gelöst. „Dabei geht es immer um taktzeitoptimierte Hochleistungsanlagen, in denen wir häufig Mehrspindelköpfe einsetzen“, so Eiberle. Wie im Fall von Bearbeitungsstationen in denen Blechteile mit Rohrstutzen bearbeitet werden, sind die ROMAI-Mehrspindelköpfe individuell ausgelegt.


Die Sonderanlage besteht aus zwei Stationen für die Vor- und Schlichtbearbeitung, die jeweils mit zwei stationären dreispindligen Köpfen ausgerüstet sind. Zur Bearbeitung werden Drehwerkzeuge mit Wendeschneidplatten eingesetzt, mit denen die Bauteile auf Länge bearbeitet und angefast werden. „Diese Bearbeitung ist quasi ein vorbereitender Arbeitsschritt für nachfolgende Fertigungsschritte. Da dies automatisiert erfolgt und dabei absolute Dichtigkeit des Endproduktes erzielt werden muss, ist eine hohe Präzision gefordert“, erklärt Eiberle. Aus diesem Grund sind die beiden Winkelköpfe in der Schlichtstation mit automatisch justierbaren Spindeln ausgestattet. Um die exakte Bearbeitungsposition an den umformtechnisch hergestellten Bauteilen zu ermitteln, ist die Anlage mit einer zusätzlichen Messstation ausgestattet, in der die tatsächliche Werkstückhöhe erfasst wird. Über die Messsteuerung, respektive die Maschinensteuerung, werden dann die Spindeln in den Mehrspindelköpfen justiert.


Zur High-End-Ausstattung von Mehrspindelköpfen für den Einsatz in Großserien gehört für Eiberle auch neben einer Fettdauerschmierung eine zentrale Öl-Umlaufschmierung, damit eine lange Lebensdauer gewährleistet ist. Außerdem zählt er Ausstattungsmerkmale wie Sperrluft, um die Lager rein zu halten oder eine Funktionsüberwachung zu den Basics eines Mehrspindelkopfes, die er selbstverständlich auch für seine Hochleistungsanlagen als Qualitätsmerkmale fordert.

Zwei parallel angeordnete, stationäre dreispindlige ROMAI-Mehrspindelköpfe in einer Sonder-maschine des Laupheimer Maschinenbauers Eiberle.
Mit individuell ausgelegten Mehrspindelköpfen lassen sich mehrere Vorschubbewegungen auf einen einzigen Arbeitstakt zusammen-fassen.
ROMAI entwickelt, konstruiert und fertigt Mehrspindelköpfe seit über 50 Jahren in Ausführungen ab 2 bis 252 Spindeln.


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