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MAPAL Trends beim Bohren mit Spiralbohrern

: Mapal


Mehr als 1/3 der Hauptzeiten in der spanenden Formgebung werden heute für die Herstellung von Bohrungen benötigt. Hierunter fallen Anbohren und Vorzentrieren, Bohren, Reiben, Senken, Ausdrehen, Entgraten und Gewindeschneiden. Häufig ist eine Vielzahl dieser Arbeitsschritte für die Herstellung einer einzelnen Bohrung erforderlich.

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Der MAPAL MEGA-Drill-180° fertigt einen ebenen Bohrungsgrund.

Der MAPAL MEGA-Drill-180° fertigt einen ebenen Bohrungsgrund.

Schnittgeschwindigkeiten von Bohrwerkzeugen sind meist niedrig, verglichen mit Dreh- und Fräswerkzeugen. Unzureichende Stabilität der häufig schlanken Werkzeuge, Probleme mit der Späne- und Wärmeabfuhr aus der Bohrung und hohe Genauigkeitsanforderung begrenzen heute meist die Schnittwerte. Diese Grenzen sind jedoch keinesfalls unumstößlich, sondern lassen sich bei gezielter Optimierung von Makro- und Mikrogeometrie deutlich nach oben verschieben.

Der MAPAL MEGA-Speed-Drill –Erfahrungen aus der Praxis


Der neue MAPAL MEGA-Speed-Drill z.B. erlaubt in der Stahlbearbeitung Schnittgeschwindigkeiten von ca. 200 m/min ohne Einbußen beim Standweg und der Bohrungsqualität. Gleichzeitig kann auch der Vorschub um ca. 25 % gesteigert werden. Die Hauptzeit beim Bohren lässt sich damit also um 60 – 70 % reduzieren.

Trotz dieser extrem hohen Schnittwerte erreicht der Bohrer in vergütetem 42CrMo4 prozesssicher einen Standweg von 60 – 70 m. Die Herstellkosten je Bohrung ließen sich hier um 50 % reduzieren.

Einsatz sogar mit Minimalmengenschmierung


Weitere Einsparpotentiale für die Kunden liegen darin, dass dieser Bohrer sogar mit Minimalmengenschmierung eingesetzt werden kann und dabei ähnlich hohe Standwege erbringt. Seine Geometrie macht ihn relativ unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen an der Schneide und ermöglicht den reibungsarmen Spänefluss.

Dreischneidiger Bohrer für höchste Zentriergenauigkeit – der neue MAPAL Tritan-Drill


Sehr gutes Zentrierverhalten, optimale Positions- und Formgenauigkeit zeichnen diesen dreischneidigen Vollhartmetall-Bohrer aus. Gerade bei der Bearbeitung von Werkstücken mit Schnittunterbrechungen oder Querbohrungen sind diese Eigenschaften wichtig, um ein Verlaufen des Bohrers zu verhindern. Der Tritan-Drill von MAPAL ermöglicht einen ruhigen Lauf beim Bohren, da selbst bei Schnittunterbrechungen noch zwei Schneiden im Eingriff bleiben.

Neue Möglichkeiten durch Kombinationswerkzeuge


Hier sind jedoch noch nicht die Grenzen des Möglichen erreicht. Ein weiteres Beispiel zeigt ein Kombinationswerkzeug, das die Bohrung beidseitig mit einer eng tolerierten Formsenkung erzeugt. Im Vorwärtsgang werden mit rechtsgedrallten Spannuten die Bohrung erzeugt und die Fase am Bohrungseintritt angebracht. Die zweite Fase am Bohrungsaustritt wird im Rückwärtsgang zirkuliert. Das Werkzeug weist für diese zweite
Bearbeitung linksgedrallte Spannuten auf. Die Spanwinkel beider Bearbeitungen sind also positiv, was zu einer Reduzierung der Schnittkräfte führt. Das VHM-Bohrer mit Formstufen ermöglicht gegenüber zuvor einsetzten gerade genuteten Werkzeugen einen vibrationsfreien Einsatz und hohe Bohrungsqualität.

Bohrung mit 180° Bohrungsgrund bearbeitet


In einem weiteren Beispiel wurde eine Bohrung mit 180° Bohrungsgrund benötigt. Üblicherweise muss der Bohrungsgrund mit einem Senker nach dem Bohren nachbearbeitet werden. Ein neuer Bohreranschliff ermöglicht nun das Vollbohren mit 180° Stirngeometrie bei Schnittwerten, wie sie bisher nur Bohrer mit 120°-140° Spitzenwinkel zuließen. Ein separater Arbeitsgang ist mit dem MEGA-Drill-180° nicht mehr erforderlich.

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