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Lacher Maschinenbau setzt auf die Zerspanungskompetenz von Walter

: Walter


Top-Lohnfertiger gibt es in Österreich in den verschiedensten Bereichen. Einen davon haben wir im oberösterreichischen Frankenmarkt gefunden. Dort fertigt die Lacher Maschinenbau GmbH & Co KG Präzisionsteile mit höchster Flexibilität und hochautomatisiert. Im Bereich Fräswerkzeuge setzt Lacher mit Walter Austria auf einen ebenso kompetenten Partner. Begonnen hat die langjährige Partnerschaft im Bereich HPC-Fräsen. Autor: Ing. Robert Fraunberger / x-technik

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Das Megawerkzeug: Walter schaffte mit dem High-Performance-Fräser F2330, der seine Stärken speziell bei langen Auskragungen ausspielt, den Einstieg bei Lacher Maschinenbau.

Das Megawerkzeug: Walter schaffte mit dem High-Performance-Fräser F2330, der...

Der oberösterreichische Familienbetrieb Lacher Maschinenbau hat sich auf die Herstellung von Präzisionsteilen in vorwiegend kleinen, wiederkehrenden Serien spezialisiert. Präzision, Flexibilität und höchste Lieferfähigkeit prägen seit jeher die Firmenphilosophie. Begonnen hat die Firmengeschichte im Jahr 1969, als sich Leopold Lacher mit Lohnfertigung in die Selbständigkeit wagte. Fokus war von Beginn an die zerspanende Bearbeitung, damals vorwiegend für für einen Großkunden aus Linz, die noch immer treuer Kunde ist.

Heute führt Norbert Lacher das mittlerweile mittelständische Unternehmen in zweiter Generation. Die aktuell 55 Mitarbeiter fertigen in Frankenmarkt auf einer Produktionsfläche von 3.000 m² mit mehr als 35 CNC-Maschinen jegliche Art von mittleren bis großen Maschinenbauteilen für die unterschiedlichsten Industrien. „Mit unserem gut ausgebildeten Facharbeiterteam können wir Kunden bereits im Entwicklungsstadium unterstützen und unser Know-how in die Produkte einfließen lassen. Wir bieten Engineering, eine hohe Fertigungstiefe mit hohem Automatisierungsgrad und Just-in-time-Lieferung“, veranschaulicht der Geschäftsführer das Leistungsspektrum seines Unternehmens. Darüber hinaus zählt die Herstellung von Presswerkzeugen für die Automobilindustrie zur Spezialität der Oberösterreicher.

Was Lacher auszeichnet, ist vor allem der vielseitige Maschinenpark und die damit verbundenen unterschiedlichen Fertigungsmöglichkeiten. So verfügt man neben zahlreichen CNC-Fräs- und Drehmaschinen über verschiedene CNC-Schleifmaschinen, drei Honmaschinen, verschiedene Sägeautomaten und eine Induktionshärteanlage. Zwei Koordinatenmessmaschinen
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Der Walter Xtra▪tec® Octagonfräser F4080 mit acht produktiven Schneidkanten pro Wendeplatte überzeugt beim Tauchfräsen von Guss- und Stahlwerkstoffen.

Der Walter Xtra▪tec® Octagonfräser F4080 mit acht produktiven Schneidkanten...

dokumentieren zudem die Qualität der Bearbeitungen.

Hoher Automationsgrad sichert Zukunft

Bereits 1998 investierte Norbert Lacher in seine ersten 5-Achs-Fräsmaschinen – der Erfolg gab ihm recht. Überhaupt sind die stetigen Investitionen eines der Erfolgsgeheimnisse der Oberösterreicher, wie der Geschäftsführer betont: „Modernste Fertigungstechnologien sind Voraussetzung für eine sichere Zukunft, denn nur so können wir uns am Markt behaupten und unseren Kunden höchste Qualität zu kürzesten Durchlaufzeiten bieten.“ Auch das Thema Automatisierung wurde bereits vor vielen Jahren in Angriff genommen.

Das aktuelle Highlight der Fertigung ist eine automatisierte Fertigungszelle, die drei baugleiche 5-Achs-Bearbeitungszentren der Marke Grob G550 rund um die Uhr mit 90 Paletten versorgt. Mit dieser Anlage können Bauteile bis zu einem Störkreis von 900 mm hochwirtschaftlich gefertigt werden. Eine nahezu idente Anlage mit 100 Paletten und zwei Grob G350 folgt noch im April dieses Jahres, wobei eine Erweiterung auf bis zu vier Bearbeitungszentren und 150 Paletten möglich ist. „Wir haben mit unseren Anlagen sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche und können viele mannlose Spindelstunden anbieten“, bringen sich Michael Lacher und Produktionsleiter Peter Gruber ein, die ihren Blick schon wieder in die Zukunft richten: „Und in ein bis zwei Jahren ist die dritte Anlage geplant, mit drei noch größeren
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BAZs. Damit wollen wir dann Frästeile bis zu einem Störkreis von 1.500 mm mit 90 Paletten automatisiert herstellen.“

Doch nicht nur im Fräsen, sondern auch im Drehen wurde in den letzten Jahren kräftig investiert. So kann die Firma Lacher Drehteile bis Durchmesser 700 x 3.000 mm bearbeiten. Aufgrund des hohen Fertigungswissens seien auch im Drehen höchste Genauigkeiten kein Problem.

Verlässliche Werkzeuge gesucht

Für eine automatisierte Fertigung sind letztendlich auch prozesssichere Werkzeuge mit möglichst langen Standzeiten ein wesentliches Kriterium. „Wir suchten einen Werkzeugpartner, der über ein möglichst breites Sortiment speziell im Fräsen verfügt und uns technologisch optimal unterstützt“, skizziert Gruber. Zudem will man auch am Stand der Technik bleiben. „Walter hat uns über die Jahre im Zuge von Neuprojekten immer wieder bei der Auslegung und Optimierung der Zerspanungsprozesse bereits vor der Serienproduktion mit Know-how unterstützt. Dieser technische Support ist sehr wichtig für uns“, ergänzt Ing. Mag. Michael Lacher. Er ist bereits in dritter Generation im Unternehmen tätig.

Begonnen hat diese intensive Zusammenarbeit vor mehr als zehn Jahren mit einem Projekt zur Produktivitätssteigerung: „Damals suchten wir speziell für lange Auskragungen einen Hochvorschubfräser zum Späne-Produzieren“, erinnert sich Gruber. Der zuständige Vertriebstechniker Wolfgang Puchinger
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Lacher Maschinenbau setzt auf die hohe Zerspanungskompetenz von Walter: Im Fräsen sind unter anderem Plan-, Eck- und verschiedene Scheibenfräser im Einsatz.

Lacher Maschinenbau setzt auf die hohe Zerspanungskompetenz von Walter: Im Fräsen...

von Walter Austria empfahl damals den High-Performance-Fräser F2330 mit speziellen trigonartigen Wendeplatten: „Unser HPC-Fräser ist eines der erfolgreichsten Wendeplattenwerkzeuge für die typischen Anwendungen wie Taschenfräsen oder Schrägeintauchen. Seine Spezialität ist das Hochvorschubfräsen – und das stabil bis 6xD mit konstanten Vorschubwerten.“

Hochvorschubfräser steigert Produktivität

„Mit Trigon-Wendeplatten bestückt, beherrscht der F2330 High-Performance-Fräser sämtliche Bearbeitungsarten. Neben Standard-Planfräsoperationen zählen gerade die schwierigeren Bearbeitungsarten wie das Bohrzirkularfräsen, Eintauchen, Plungen oder Auskoffern zu den Spezialitäten des Werkzeugs“, konkretisiert Puchinger. Die 3-schneidigen Wendeplatten haben eine positive Grundform, um einen weichen, vibrationsarmen Schnitt zu gewährleisten.

Zur Feinabstimmung auf den Anwendungsfall stehen verschiedene Geometrien und Schneidstoffe zur Auswahl: neben den Tiger•tec® Silver-Schneidstoffen WKP25S und WKP35S auch die PVD-Tiger•tec® Silver-Sorten WSP45S und WSM35S. „Die Einsatzmöglichkeiten des High-Performance-Werkzeugs sind dadurch sehr vielfältig, Schnittleistungen und Standzeiten gehen bei den entsprechenden problematischen Anwendungen deutlich nach oben“, so Puchinger weiter und Gruber bestätigt: „Mit dem F2330 konnten wir unsere Produktivität massiv steigern – das ist schon eein hervorragendes
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Zum Tieflochbohren bis zu einer Bohrtiefe von 440 mm (50xD) setzt man zudem auf die X•treme-Werkzeuge der Kompetenzmarke Walter Titex.

Zum Tieflochbohren bis zu einer Bohrtiefe von 440 mm (50xD) setzt man zudem...

Werkzeug!“

Xtra•tec®-Fräser überzeugen

Lacher Maschinenbau setzt zudem auf ein großes Sortiment aus der Xtra•tec-Fräsergeneration von Walter. So sind beispielsweise zum Planfräsen der Octagon F4080 und zum Eckfräsen die Fräser F4042 und F4041 in Verwendung. Auch verschiedene Fräser der Walter BLAXX-Serie sind im Einsatz.

Für das neue Automatisierungsprojekt und somit die Maschinenerstausrüstung der neuen Grob G350 plant man zudem auch die Einführung des universellen Frässystems M4000, das mit quadratischen System-Wendeplatten gängige Fräsoperationen wie das Planfräsen, Eckfräsen oder Fasfräsen in allen Stahl- und Gusswerkstoffen, nichtrostenden Stählen und auch schwer zerspanbaren Materialien beherrscht. „Im allgemeinen Maschinenbau ist man ständig mit unterschiedlichen Aufgaben konfrontiert. Speziell dort wird ein Werkzeugsystem benötigt, das universell einsetzbar ist. Ziel der neuen Fräserfamilie M4000 ist daher der möglichst breite Einsatzbereich, für alle gängigen Fräsoperationen in einem sehr umfangreichen Werkstoffspektrum. Zusätzlich haben wir die Wendeplattengrößen vereinheitlicht und dadurch das Handling entsprechend vereinfacht“, sieht Puchinger klare Vorteile für Lohnfertiger.

Vorbildliche Zusammenarbeit

Weitere Services, die man
seitens Lacher bei Walter schätzt, sind die zahlreichen Onlinetools wie der Toolshop bzw. die GPS-Werkzeugempfehlungs-Software. „Wir können so jederzeit auf die Kompetenz von Walter zugreifen“, so Gruber.

Abschließend sind sich beide Partner sicher, dass sie auch in Zukunft viele Projekte gemeinsam bewältigen werden: „Mit den Werkzeugen sowie der professionellen Betreuung von Walter sind wir absolut zufrieden. Speziell die Unterstützung bei neuen Projekten und damit die Auslegung neuer Prozesse ist für uns ein wichtiges Erfolgskriterium“, zeigt sich Norbert Lacher abschließend sehr zufrieden.

Das Megawerkzeug: Walter schaffte mit dem High-Performance-Fräser F2330, der seine Stärken speziell bei langen Auskragungen ausspielt, den Einstieg bei Lacher Maschinenbau.
Der Walter Xtra▪tec® Octagonfräser F4080 mit acht produktiven Schneidkanten pro Wendeplatte überzeugt beim Tauchfräsen von Guss- und Stahlwerkstoffen.
Lacher Maschinenbau setzt auf die hohe Zerspanungskompetenz von Walter: Im Fräsen sind unter anderem Plan-, Eck- und verschiedene Scheibenfräser im Einsatz.
Zum Tieflochbohren bis zu einer Bohrtiefe von 440 mm (50xD) setzt man zudem auf die X•treme-Werkzeuge der Kompetenzmarke Walter Titex.
Präzision, Flexibilität und höchste Lieferfähigkeit: Lacher Maschinenbau hat sich auf die Herstellung von Präzisionsteilen für die verschiedensten Branchen spezialisiert.
Zufrieden mit der guten Zusammenarbeit (v.l.n.r.): Wolfgang Puchinger (Walter), Michael Lacher, Norbert Lacher und Peter Gruber.
Das aktuelle Highlight der Fertigung von Lacher stellt eine Fertigungszelle mit drei baugleichen 5-Achs-Bearbeitungszentren der Marke Grob G550 sowie Promot-Automation für 90 Palettenplätze dar. Eine nahezu idente Anlage, mit 100 Paletten und zwei Grob G350, folgt noch im April dieses Jahres.
Eine moderne CAM-Ausstattung samt Kollisionskontrolle sorgt für sichere Prozesse.



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Bericht in folgenden Kategorien:
Planfräser, Eckfräser, Schruppfräser

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