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50 Jahre Breuning

: Kurt Breuning IRCO


Der schwäbische Familienbetrieb Kurt Breuning IRCO Maschinenbau GmbH fokussiert sich auf Entwicklung und Herstellung von Automatisierungseinrichtungen für das Beladen und Entladen von Werkzeugmaschinen, insbesondere Drehmaschinen, Bearbeitungszentren, Rundtaktmaschinen und Sondermaschinen. Anlässlich der 50-Jahres Feier sprachen wir mit Geschäftsführer Roland Breuning, wie es dazu kam.

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Der erste Breuning-Stangenlader wurde vom Firmengründer Kurt Breuning - zu sehen am Portraitbild im Hintergrund - entwickelt. Diese Urversion des Vorschubes wurde sukzessive bis zu den heutigen High-End Lösungen weiterentwickelt.

Der erste Breuning-Stangenlader wurde vom Firmengründer Kurt Breuning - zu...

Herr Breuning, Sie haben einen besonderen Anlass zu feiern…

Mein Vater hat 1959 mit meiner Mutter den Betrieb gegründet und aufgebaut, daher feiern wir heuer „50 Jahre Breuning“. Mein Ziel war, zum 50 jährigen Jubiläum unser neues Verwaltungsgebäude einweihen zu können.

Wie fing die Geschichte von Breuning an?

Die erste Maschine wurde von meinem Vater Kurt Breuning eigentlich aus der Not heraus entwickelt. Damals hat er in einer Dreherei gearbeitet, in der es sehr laut war, denn die Rohmaterial-Zuführungen hatte damals noch keine Schalldämmung. Deshalb ist er auf die Idee gekommen, ein Rohr zu konstruieren, in dem zwei Rohre drinnen liegen. Dieser erste Breuning-Stangenlader ist heute wieder bei uns ausgestellt – die Urversion des Vorschubes! Diese Idee haben wir dann sukzessive bis zu unseren heutigen High-End Lösungen weiterentwickelt.

1999 haben Sie das Steuer von Ihrem leider im Jahr 2004 verstorbenen Vater überreicht bekommen. Wie sehen Sie Ihren persönlichen Einfluss in das Firmengeschehen?

Die Seele meines Vaters lebt auf jeden Fall durch mich in unserem Familienbetrieb weiter. Ich persönlich habe den Bereich der Sonderlösungen bei Breuning aufgebaut. Wir realisieren gemeinsam mit dem Kunden individuelle Lösungen. Dabei konzentrieren wir uns sowohl auf die automatische Zuführung des Rohmaterials als auch auf die automatische Entladung der fertigen Werkstücke.

Wie ist das Verhältnis von Sonderlösungsbau zur Standardlösung bei Breuning?

Je nach der allgemeinen wirtschaftlichen Lage – in Zeiten der Hochkonjunktur produzieren wir 70 Prozent Serienmaschinen und 30 Prozent Sonderlösungen, in der momentan eher schlechten Situation ist es umgekehrt.

Wie funktioniert der Service und Support bei Breuning?

Service und Support geht von Breuning in Steinenbronn aus, Ersatzteile werden innerhalb von 24 Stunden geliefert. Die meisten Betriebe verfügen über genug mechanisches Verständnis um die Anlagen selbst in Schuss zu halten, denn wir haben unsere Maschinen ganz bewusst userfreundlich konzipiert.

Welche Lösungen kommen in Österreich gut an?

In Österreich verkaufen wir zum Beispiel das Mehrkanal-Lademagazin PROFImat sehr gut. Ein nahezu konkurrenzloses Standardprodukt, denn das PROFImat ist per Knopfdruck besonders schnell umrüstbar.
Darüber hinaus stehen für die optimale Führung der Werkstoffstangen bis zu 8 unterschiedliche Führungskanäle zur Verfügung. Breuning IRCO bietet neben den Standard Lademagazinen noch viele weitere Lösungen für das Be- und Entladen von Werkzeugmaschinen durch die Maschinenspindel an. Von Stangen Be- und Entladesystemen bis hin zu High-End-Lünettencentern für die Endenbearbeitung langer zylindrischer Werkstücke.

Wir arbeiten auch mit österreichischen Werkzeugmaschinenherstellern wie EMCO zusammen, die zwar über eigene Standardlader verfügen, aber im Bereich Sonderlösungen immer wieder auf uns zurückgreifen. Auf diesem Weg möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich bei all unseren österreichischen Kunden für ihr langjähriges Vertrauen und ihre Treue zu bedanken.

Welche technischen Neuentwicklungen können Sie Ihrem Kunden anbieten?

Vor zwei Jahren haben wir begonnen, unsere Anlagen auf eine automatische Zuführung von großem Stangenmaterial zu erweitern. Dazu wurden speziell zugeschnittene Portale für Drehmaschinen entwickelt, mit denen auch verchromte Kolbenstangen und Zylinderrohre zugeführt und wieder abgenommen und abgelegt werden können. Die neueste Breuning-Maschine ILS ecoRBK ist speziell auf das Präzisionsdrehen von kurzen Stangen ausgelegt. Es gibt heute viele Firmen, die konkrete Vorstellungen zur Funktionalität aber auch zum Design der Maschinen haben. Diesen Anforderungen möchten wir natürlich entsprechen. Bei dem ILS ecoRBK wird übrigens zum ersten Mal eine richtige Glasscheibe verwendet, also kein Kunststoff.

Was macht Sie nach 50 Jahren Breuning besonders stolz?

Dass wir auch in schwierigen Zeiten nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern die Situation bewältigen. Eigentlich hätten wir das frisch bezogene Firmengebäude gar nicht erst bauen dürfen – nach allen „Regeln der Krise“.
Doch wir waren der Meinung, dass gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für dieses Projekt ist, denn wenn die Mühlen wieder mahlen, haben wir keine Zeit mehr, uns mit Themen wie einem Umbau etc. zu beschäftigen. Besonders stolz bin ich auf meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die mit großem Engagement und viel Herzblut dazu beitragen, die Krise zu überstehen und unser Unternehmen weiter zu bringen und nicht zuletzt bin ich sehr stolz, dass wir nach wie vor ein echter schwäbischer Familienbetrieb sind.

Danke für das Gespräch.

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